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Das DOJ bezeichnet Apples Rechtfertigungen zum Datenschutz als „elastischen Schutzschild“ für finanzielle Gewinne

Written by smirow

Das US-Justizministerium hat Apple am Donnerstag wegen monopolistischer Praktiken verklagt. In der Beschwerde wird Apple vorgeworfen, seine Datenschutz- und Sicherheitspraktiken so zu gestalten, dass das Unternehmen finanziell davon profitiert.

Ein Zitat sticht besonders hervor, wenn das DOJ Apples Datenschutz- und Sicherheitsprinzipien als „elastischen Schutzschild“ bezeichnet:

„Apple nutzt Datenschutz- und Sicherheitsbegründungen als elastischen Schutzschild, der sich ausdehnen oder zusammenziehen kann, um den finanziellen und kommerziellen Interessen von Apple zu dienen“, heißt es darin.

„Apple nutzt den Deckmantel von Datenschutz, Sicherheit und Verbraucherpräferenzen, um sein wettbewerbswidriges Verhalten zu rechtfertigen. Tatsächlich gibt es Milliarden für Marketing und Branding aus, um den eigennützigen Grundsatz zu fördern, dass nur Apple die Privatsphäre und Sicherheitsinteressen der Verbraucher schützen kann.

Das ist noch nicht alles: Es gibt mehrere andere Fälle, in denen das DOJ glaubt, dass Apple den Datenschutz umgeht, um das Kundenerlebnis zu verschlechtern:

App Store und App-Vertrieb

Er betonte außerdem, dass Apple die Erstellung und Nutzung alternativer App-Stores nicht erlaube. Allerdings ermöglicht es Regierungs- und Unternehmenskunden, sichere App-Stores zu installieren, heißt es in der Beschwerde. Er sagte auch, dass Entwickler derzeit keinen separaten App-Store für Kinder anbieten könnten. Dies hat sich insbesondere mit der Durchsetzung des Digital Markets Act (DMA) durch die EU teilweise geändert. (Einige der Änderungen gelten nur in der EU-Region.)

Das DOJ wies darauf hin, dass Apple es Benutzern erleichtert habe, Apps auf Macs herunterzuladen. Entwickler können Apps auch mit weniger Plattformbeschränkungen vertreiben, behauptet das DOJ. Das DOJ argumentierte außerdem, dass Apple „Super-Apps“ einschränken würde, was eine bessere Alternative für den App Store beim Zugriff auf Dienste darstellen könnte.

Nachrichten

Das DOJ warf Apple außerdem vor, Apps von Drittanbietern daran gehindert zu haben, vom Mobilfunkanbieter gesendete Nachrichten (SMS) zu empfangen. Er sagte, Apple markiert SMS in seiner API-Dokumentation als „privat“, sodass andere Entwickler nicht darauf zugreifen können. Apple erlaubt Benutzern, jedem eine SMS zu senden, indem sie ihre Nummer in das Feld „An:“ in der Nachrichten-App eingeben. Bei anderen Messaging-Apps sei dies jedoch nicht möglich, heißt es in der Beschwerde.

Der Kläger argumentierte außerdem, dass Apple iPhones weniger sicher mache, indem es keinen Verschlüsselungsschutz implementiert, wenn iPhone-Benutzer Nachrichten an Android-Benutzer senden.

Praktiken zum Datenaustausch

In der Beschwerde wird Apple außerdem vorgeworfen, „große Mengen persönlicher und sensibler Daten“ für die Verbreitung der App im eigenen App Store zu verwenden. Er zeigte auch mit dem Finger auf das in Cupertino ansässige Unternehmen, weil es Benutzerdaten für Werbezwecke nutzte.

Darüber hinaus heißt es in der Klage, Apple habe Vereinbarungen mit Google getroffen, um dessen Dienst zur Standardsuchmaschine für Safari zu machen, obwohl Apple weiß, dass es bessere, auf den Datenschutz ausgerichtete Alternativen gibt.

Das DOJ argumentierte außerdem, dass Benutzer Informationen mit Apple teilen müssen, um eine digitale Geldbörse zu verwenden, anstatt diese Informationen einfach nur mit einer Bank oder einem medizinischen Dienstleister zu teilen.

Im Wesentlichen argumentiert das DOJ, dass die Datenschutz- und Sicherheitspraktiken von Apple vorgetäuscht seien und dass das Unternehmen „alternative Wege“ wählt, um sein Monopol zu schützen.

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